Mein Stück Schweiz Mein Stück Schweiz

Tradition

fleisch-mein-stueck-schweiz-3

Die Nutztierhaltung und die Fleischproduktion sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil unserer Landwirtschaft und fest in den Strukturen und Traditionen der Schweiz verankert. Das macht Schweizer Fleisch zu einem besonders traditionsreichen Stück Schweiz.

Die Land- und Fleischwirtschaft sind in der Schweiz bedeutende Wirtschaftszweige. Sie sind wichtig für die Selbstversorgung des Landes mit wertvollen Nahrungsmitteln. Sie bieten einem grossen Teil unserer Bevölkerung, gerade in abgelegenen Regionen unseres Landes, sichere Arbeitsplätze und das nötige Einkommen. Zudem spielt unsere Landwirtschaft eine bedeutende Rolle für die Erhaltung und Pflege unserer Kultur und Traditionen sowie unserer so typischen Schweizer Landschaften.

Unsere Landwirtschaft zählt rund 153'000 Beschäftigte. 132'000 Personen arbeiten in Bereichen, die direkt oder indirekt mit der Nutztierhaltung zusammenhängen. 22'000 Personen beschäftigt die Fleischwirtschaft.

Gemäss Agrarbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW machte 2017 die Fleischproduktion im Wert von 2,67 Milliarden Franken etwas mehr als ein Viertel des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes aus.

Grafik
Das Schönste an meinem Beruf ist die Zeit mit meinen Tieren.
Bernhard Röthlisberger, Bauer aus Leimiswil

Eine naturnahe, tierfreundliche Nutztierhaltung mit engem Bezug zu den Tieren ist typisch für die Schweiz. Beides ist traditionell fest verankert in unserer bäuerlich familiär strukturierten Landwirtschaft. Ein hohes Mass an Tierwohl sowie ein sorgsamer Umgang mit unseren Nutztieren geniessen in unserem Land einen hohen Stellenwert.

Unsere fortschrittliche Tierschutzgesetzgebung gehört weltweit zu den strengsten und hat internationalen Vorbildcharakter. Unsere Gesetze und Verordnungen regeln dabei nicht nur die Tierhaltung und -pflege, sondern auch die Anforderungen an Aus- und Weiterbildung der Tierhalter.

Grafik

Staatliche Programme und private Labels fördern das Tierwohl mit finanziellen Anreizen über den gesetzlichen Rahmen hinaus. So profitieren beispielsweise 55,6 Prozent aller Nutztiere vom Programm BTS («Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme»), und 81 Prozent aller Kühe und Rinder verbringen dank RAUS («Regelmässiger Auslauf im Freien») mehr Zeit an der frischen Luft.

Die Schweiz pflegt eine nachhaltige und im internationalen Vergleich eher kleinräumige Landwirtschaft. Die rund 52'000 landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe sind meist familiengeführte Bauernhöfe, die oft über Generationen hinweg von der gleichen Familie bewirtschaftet werden.

Grafik

Eine Massentierhaltung, wie wir sie oft auf industriellen Grossbetrieben im Ausland antreffen, passt nicht zur bäuerlich strukturierten Schweiz. Unsere Tiere leben meist in überschaubaren Herden und erhalten genügend Platz und Auslauf. Die Höchstbestände pro Betrieb sind in der Schweiz gesetzlich geregelt.